„Mich gibt’s auch noch“ - mit einem chronisch kranken Kind ist es nicht immer einfach, auch die Geschwister ausreichend zu umsorgen.

Auch mit gesunden Kindern ist der Alltag oftmals fordernd und kann überlasten. Ist eines oder mehrere Kinder in einer Familie chronisch krank, stellt dies die Familie nochmal vor ganz neue Herausforderungen. Eltern fühlen sich oftmals nicht nur überfordert, sondern auch unverstanden. Ihr habt oftmals einen schwierigen Alltag, und wir entlasten gern, wenn es zu viel wird. Ruft uns ganz einfach und unverbindlich an.

 

Niemand will eines seiner Kinder vernachlässigen. Wir wissen, dass ihr euer bestes gebt, um der ganzen Familie gerecht zu werden und euren Kindern die beste Zeit zu ermöglichen. Doch mit einem chronisch kranken Kind im Haushalt ist das nicht immer einfach. Weil es oftmals besondere Betreuung und Pflege benötigt. Eine derartige Situation stellt auch Bruder und Schwester vor schwierige Herausforderungen. Auch wenn sie alt genug sind, die Situation zu verstehen, kann sich das Gefühl der Vernachlässigung einschleichen. Leben chronisch kranke Kinder in einer Familie, haben es auch die Geschwister nicht immer leicht. So wird der Familienalltag vielleicht entspannter:

 

„Wir sind eine Familie“

Fühlen sich Kinder ausgeschlossen oder benachteiligt, kann das verschiedene Auswirkungen haben. Manche Kinder ziehen sich mehr und mehr zurück, andere werden auffällig. Auch wenn ihr es nicht beabsichtigt, kann sich besonders bei kleineren Kindern das Gefühl einstellen, nicht genug Beachtung durch die eigenen Eltern zu erfahren. Besonders in der Situation kann es helfen, das Wir-Gefühl in der Familie zu stärken. Vielleicht findet ihr Dinge, die ihr alle gerne gemeinsam macht, kleine Rituale im Alltag, die eure Familie ausmachen. Rituale stärken eine Gruppe und können Kindern helfen, zu wissen, wo sie hingehören. So könnt ihr, ohne es stets explizit zu predigen, klar herausstellen, dass ihr eine Familie seid und alle zusammen gehört.

 

Einbeziehen ohne zu überfordern

Eltern meinen es in der Regel nur gut, wenn sie ihre gesunden Kinder nicht allzu sehr in die Pflege eines kranken Kindes einbeziehen. Schließlich ist es nicht der Job der Geschwister, die volle Pflege zu übernehmen. Sie sind schließlich selbst noch jung und sollen ihre Kindheit gebührend ausleben können. Bezieht ihr sie jedoch garnicht ein, können sich Geschwister ausgeschlossen fühlen - besonders da chronisch kranke Kinder in der Regel sehr viel Zeit mit den Eltern benötigen. Hier hilft es zum Einen, offene Gespräche mit allen Kindern zu führen. Etwa darüber, warum ein Geschwisterteil so viel Zuwendung benötigt und darüber, wie das gesunde Kind helfen kann, in kleinen Maßen. Das stärkt auch die Bindung der Geschwister untereinander, wenn diese vielleicht mal durch kleine Eifersüchteleien ins Wanken gerät.

 

Zeit unter Geschwistern

Chronisch kranke Kinder haben je nach Situation und Krankheit oftmals das Problem, weniger Zeit mit anderen Kindern zu verbringen, als sie gern würden, da sie auf die Obhut der Eltern angewiesen sind. Besonders die Beziehung zu den eigenen Geschwistern bekommt daher eine besondere Rolle - für beide Geschwisterteile. Wenn es machbar ist, gebt euren Kindern daher die Möglichkeit, Zeit alleine miteinander zu verbringen. Zeit, in denen nicht das elterliche Auge direkt über den spielenden Kindern kreist, Zeit um sich Dinge unter Geschwistern zu erzählen, ohne die Erwachsenen. Das stärkt den Zusammenhalt der Kinder und kann ihnen ebenfalls dabei helfen, noch mehr Verständnis für die Situation des anderen aufzubringen und dadurch besser damit umzugehen.

 

Explizite Zeit für jedes der Kinder nehmen

So sehr ein chronisch krankes Kind seine Eltern und die besondere Zuwendung auch benötigt, braucht natürlich auch das gesunde Kind die wertvolle Zeit mit Mama und Papa allein. Es klingt simpel, aber vergesst nicht, euch diese Zeit auch zu nehmen. Vielleicht kann mal eine Freundin oder die Oma auf das erkrankte Kind aufpassen, sodass ihr entspannte Zeit mit einem eurer Kinder allein genießen könnt, um dieses auch als Individuum zu fördern. So bleibt Raum für wichtige Gespräche, zusammenschweißende Spiele und den Frust, der mal abgelassen werden muss. Und mit einer gestärkten Eltern-Kind-Bindung lassen sich auch die kommenden Tage viel entspannter angehen.

 

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