Wir freuen uns alle mal über freie Zeit, „Me Time“, die Freiheit, zu tun, was wir wollen, uns treiben zu lassen. Doch nach einer Weile merken wir vielleicht, dass mit der Zeit auch die Lethargie kommt. Besonders in Übergangsphasen müssen wir oftmals erst wieder lernen, den Antrieb in uns selbst zu finden. Etwa dann, wenn nach der Arbeitswelt die Rente ruft, oder die Kinder aus dem Haus sind und zunächst Leere hinterlassen. 

Werden die von außen auferlegten Aufgaben plötzlich weniger, macht sich oftmals Trägheit breit, die uns auf die Dauer wirklich zu schaffen machen kann. Besonders Senioren fühlen sich vielfach unterfordert.

Habt ihr schonmal darüber nachgedacht, in eine WG zu ziehen? „WG? Das ist doch diese schmutzige Wohnung, in der mein Enkel wohnt und alle Nase lang jemand ein und auszieht, oder?“ Nicht nur für junge Menschen lohnt es sich, über eine Wohngemeinschaft nachzudenken. Denn neben dem finanziellen Aspekt bietet diese alternative Wohnform vielerlei Vorteile für jung und alt. Warum alleine wohnen, wenn man das Alter auch mit alten und neuen Freunden verbringen kann?

„Meine Mutter war schon länger etwas verwirrt. Wir merkten es an Kleinigkeiten. Fiel es ihr früher spielend leicht, zwanzig Termine gleichzeitig im Auge zu behalten, den Haushalt ganz nebenbei zu schmeißen und stets für ihre Enkelkinder da zu sein, so war auf einmal das Erinnern von drei Dingen, die sie einkaufen wollte, schwierig. Sie fing an, Wörter zu verwechseln und vergaß gerne mal die Wäsche in der Maschine. Als die Diagnose des Arztes lautete „Demenz“, war klar: Meine Mutter zieht zu uns. 

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