Verhinderungspflege: Entlastung für pflegende Angehörige. Eine Seniorin erzählt.

„Die jüngste bin ich auch nicht mehr. Mit Anfang 70 geht es mir zwar noch gut und ich fühle mich weitestgehend fit, aber natürlich fällt mir einiges nicht mehr so leicht wie früher. Mein Mann ist leider nicht mehr so agil. Vor ein paar Jahren hatte er einen Unfall und ist seitdem sehr eingeschränkt. Für mich war klar, dass ich ihn pflege solange es eben geht. So können wir in unserem schönen Haus auch weiterhin gemeinsam wohnen - auch wenn wir mittlerweile eigentlich nur noch das Erdgeschoss nutzen.

Normalerweise pflege ich meinen Mann allein. Aber irgendwann konnte ich dadurch kaum noch das Haus verlassen. Deshalb brauchte ich dringend Entlastung. Mein Mann wird stetig unsicherer, und irgendjemand muss immer da sein. Irgendwann konnte ich dann nicht mehr. Ich wollte zumindest mit ruhigem Gewissen und ohne Angst, es könne Zuhause etwas passieren, einkaufen gehen oder die Nachbarin zum Kaffee treffen. Es ging mir an die Substanz. Aber was sollte ich machen? Kurzzeitpflege war keine Option. Ich wusste, dass meinem Mann das nicht gefallen würde, und schon beim Gedanken daran nahm ein schlechtes Gefühl Überhand.

Meine Nachbarin war es letzten Endes, die mir erklärte, was eigentlich Verhinderungspflege ist, und dass ich mir eine Betreuerin ins Haus holen könnte, die da ist, wenn ich mal raus muss. Also hab ich mit meinem Mann darüber gesprochen, und er war einverstanden. ‚Ein paar Stunden mit einer Fremden in der Woche halte ich schon aus‘ sagte er halb scherzend halb beruhigend und lächelte mich an. Ich war erleichtert.

Der Notmütterdienst fand eine passende Betreuerin für uns, die nun zwei Mal die Woche nachmittags hier ist, sodass ich alles außer Haus erledigen kann und auch mal raus komme.

Was so zwei Nachmittage ausmachen! Ich habe nicht mehr das Gefühl, keine Zeit für mich zu haben und dauererschöpft zu sein. Und meinem Mann geht es mit der Lösung ebenfalls sehr gut. Da er kaum raus kommt, freut er sich über den frischen Wind. Schließlich tut es gut, auch mal mit anderen sprechen zu können. Und wenn ich dann nach Hause komme, haben wir uns beide etwas Neues zu berichten - das tut uns auch als Paar gut. Ich kann letzten Endes jedem in einer ähnlichen Situation nur empfehlen, sich auf diese Art entlasten zu lassen. Uns hat es sehr geholfen.“

 

Wir wissen, dass es nicht immer leicht fällt, sich als pflegender Angehöriger Hilfe zu holen. Aber gemeinsam mit euch finden wir eine passende Lösung für eure Situation und können euch entlasten.

Ihr möchtet euch über die Möglichkeiten der Verhinderungspflege durch den Notmütterdienst informieren? Ruft uns gern ganz unverbindlich an.

  

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