Wege aus der Antriebslosigkeit im Alter

Wir freuen uns alle mal über freie Zeit, „Me Time“, die Freiheit, zu tun, was wir wollen, uns treiben zu lassen. Doch nach einer Weile merken wir vielleicht, dass mit der Zeit auch die Lethargie kommt. Besonders in Übergangsphasen müssen wir oftmals erst wieder lernen, den Antrieb in uns selbst zu finden. Etwa dann, wenn nach der Arbeitswelt die Rente ruft, oder die Kinder aus dem Haus sind und zunächst Leere hinterlassen. 

Werden die von außen auferlegten Aufgaben plötzlich weniger, macht sich oftmals Trägheit breit, die uns auf die Dauer wirklich zu schaffen machen kann. Besonders Senioren fühlen sich vielfach unterfordert.

Nicht jeder, der antriebslos ist, ist auch gleich depressiv. Liegt eine Depression vor, sollte unbedingt ein Arzt um Rat gefragt werden. Ist man ‚nur’ antriebslos, können diese Schritte helfen.

 

Reflektieren und erste Schritte einleiten

Lethargie und Energielosigkeit können zahlreiche Ursachen haben. Besonders im Alter sind es oftmals die fehlenden Aufgaben und Antriebe. Die Ursprünge zu kennen ist schonmal die halbe Miete - nur dann kann auch sinnvoll nach Lösungen gesucht werden. Und wie geht es weiter? Eine Reflektionsphase darüber, was genau fehlt kann helfen, etwas zu finden, das die neu entstandenen Lücken füllen kann. Natürlich ist „man muss sich nur aufraffen“ viel leichter gesagt als getan. Aber der Ansatz stimmt dennoch.

  

Neue Ziele setzen

Seine Ziele zu kennen, kann ein enormer Anreiz sein, auch den Weg dorthin zu begehen. Und neue Ziele lassen sich schließlich in jedem Alter setzen. Letzten Endes ist es doch eine große Freiheit, die einem mit all der wunderbaren Zeit geschenkt wird. Was wolltet ihr schon immer mal tun? Oder was würdet ihr gern jetzt lernen? Vielleicht eine Sprache? Oder Schauspielerei? Wie wäre es mit einem kleinen Anbaugarten, wenn ihr die Energie habt? Hat man neue Ziele vor Augen, ist der erste Schritt bereits getan. Dann geht es an die Umsetzung. Wie erreiche ich diese Ziele, was brauche ich dafür? Und schon steht eine Herausforderung vor der Tür, auf die man sicherlich große Lust hat.

 

Ansporn durch Gesellschaft

Das soziale Umfeld eines Menschen kann ebenfalls einen enormen Ansporn schaffen. Hier redet man vielleicht über seine Ziele und schafft damit noch mehr Anreiz, sie auch zu erreichen. Gegenseitige Motivation und Inspiration kann eine große Hilfe bei der Bewältigung neuer Aufgaben sein. 

 

Vielen Menschen fällt es schwer, soziale Kontakte im Alter aufrecht zu erhalten oder neue Kontakte zu knüpfen. Auch hier zählt im Grunde das gleiche Prozedere. Reflektieren, aufraffen, konkrete Ziele setzen - wie zum Beispiel „diese Woche gehe ich zum Nachbarschaftstreff“ - die selbstgesetzten Aufgaben unbedingt wahrnehmen, und dadurch neue Menschen und vielleicht zukünftige Freunde kennenlernen. Und dann wird es in der Regel bergauf gehen. Denn der Antrieb, hat man ihn erstmal gefunden, ist eine ähnliche Spirale wie die Antriebslosigkeit.

 

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